Cyprinus carpio
Grösse-. 40-80 cm, max. 1 m
Gewicht: 2-4 kg, max. 30 kg
Fruchtbarkeit: 50 000-1500 000 Eier
Weltrekord nach IGFA 74,6 Pfund gefangen im Mai 1998 im Sarulesti See Rumänien von Christian Baldemair
Deutscher Rekord + Schuppi-Weltrekord
Fangdatum: 06.2007
Gewässer: Baggersee
Köder: Boilie
Länge: 110 cm

Gewicht: 76.9 Pfund
Cyprinidae
(Stammforrn)
Die Stammform des Karpfens hat einen kräftigen, walzenförmigen Körper und eine lange Rückenflosse, während die Afterflosse kurz ist. Um das Maul stehen vier
fleischige Bartfäden. Kreuzungen zwischen Karpfen und Karausche haben meist nur zwei Barteln. Seitlich ist er goldgelb bis braun, auf dem Rücken dunkler, am
Bauch weißgelb. Paarige Flossen und Schwanzflosse sind gewöhnlich rötlich, die Rückenflosse ist graublau. Der Wildkarpfen wächst wesentlich langsamer als seine
Kulturformen, doch hängt das ebenfalls von der Temperatur und der Länge der Vegetationsperiode ab. Unter mitteleuropäischen Bedingungen erreicht er im vierten
Lebensjahr etwa 35 cm Länge und ein Gewicht von einem Kilo, mit 15 Jahren wird er 60 cm lang und wiegt 4 kg. Er erreicht seine Geschlechtsreife mit 4-5 Jahren.
Ende Mai und im Juni laicht er in den Uferzonen bei mindestens 15 'C Wassertemperatur, die optimale Temperatur ist 18 'C. Dazu müssen Wasserpflanzen vorhanden
sein, an denen die Eier kleben bleiben. Bei 15 'C entwickelt sich der Laich etwa 5 Tage, bei 20 'C nur 3 Tage. Die Larven sind an die 5 mm lang und kleben in der
ersten Zeit, bis sie den Dottersack aufgebraucht haben, an den Pflanzen. Sie ernähren sich von Kleinplankton und stellen sich rasch auf Bodenorganismen um. Eine
andere wichtige Nahrungsquelle sind auch Pflanzen und ihre Samen. Karpfen sind Schwarmfische, die den Winter an den tiefsten Stellen überdauern und in dieser Zeit
keine Nahrung aufnehmen. Karpfen sind wertvolle Nutzfische, doch wird die Wildform heute kaum noch gefangen, da ihre Bestände sehr niedrig sind. Doch ist ihre
Erhaltung wichtig für eventuelle Kreuzungen mit den Kulturformen.
Verbreitung: ursprünglich in den Zuflüssen des Mittelmeeres, des Schwarzen und Kaspischen Meeres sowie des Aralsees. Weiter östlich tritt er erst wieder im Amur-
und Cherlengebiet auf und kommt nach Süden bis Burma vor.
Für die Karpfenfische sind so genannte Schlundzähne charakteristisch. Sie befinden sich am fünften Kiemenbogen und dienen zur Zermahlung der Nahrung. Beim
Karpfen stehen sie in drei Reihen. Die Kiemenreusendomen des Karpfens sind kurz und dick, was damit zusammenhängt, dass der Karpfen vor allem Benthos frisst.
Wegen der ausgezeichneten Qualität seines Fleisches wurde der Karpfen in Europa schon zur Zeit der Römer in künstlichen Teichen gehalten. Die Kenntnisse über die
Karpfenzucht übernahmen die Mönche, die seine Zucht in ganz Europa weiterführten. Gegen Ende des Mittelalters liess auch der Adel Karpfenteiche anlegen. In den
stehenden, von der Sonne erwärmten Gewässern wurden die Karpfen bei reichlich Nahrung allmählich hochrückiger. Diese günstige Körperform wurde durch Züchtung bis
heute ständig gefestigt. Karpfen wurden mit der Zeit auf der ganzen Welt gezüchtet und gehören heute zu den wichtigsten Süsswasserfischen. Mit zwei bis vier Jahren
ist der Karpfen marktfähig und wiegt 1 - 3 kg. Die Fortpflanzung verläuft in speziellen Laichteichen, den Teichen. In letzter Zeit kommen immer mehr die
Brutapparate in Gebrauch, in denen der Laich künstlich ausgebrütet wird. In so genannten Brutstreckteichen werden die Fische im ersten Lebensjahr gehalten. Bis
Ende Herbst erreichen sie 20-100 g. Der zweijährige Besatz hat im nächsten Herbst bereits 400-800 g und wird in die Abwachsteiche übergesetzt, wo er im nächsten
Herbst, also gegen Ende der dritten Vegetationsperiode, als Marktkarpfen abgefischt wird. Neben der natürlichen Nahrung erhält der Karpfen auch Futtermittel wie
Getreideabfall, Lupine, Melasse usw. Die Wachstumsgeschwindigkeit hängt nicht nur vom Nahrungsangebot, sondern auch von der Wassertemperatur ab. Für ein gutes
Wachstum sind Temperaturen über 20 'C nötig, am schnellsten nimmt der Karpfen bei 25 - 29 'C zu. Daher rechnet man in Zukunft mit der Aufzucht im warmen Abwasser
der Wärmekraftwerke. Karpfen sind auch in Talsperren sehr häufig, wo die Sportfischer auf sie Jagd machen.
Die untenstehende Berichtigung erhielten wir von
Georg Riegger Fischzüchter ,Tierarzt, Präsident Landesfischereiverband Baden. Besten Dank
Gras-, Silber-und Marmor"karpfen " wurden in der ehemaligen DDR zu Karpfen umbenannt um sie besser als Speisefische verkaufen zu können. Die aus China stammenden
Grasfische , Silberfische und Marmorfische sind zoologich unseren Rotaugen und Rotfedern nahe stehend. Mit unseren Karpfen sind weder verwandt noch verschwägert.
Graskarpfen
Nacktkarpfen
Silberkarpfen
Spiegelkarpfen
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